Niederösterreich 3D

Eine neue Dimension

Heidentor in Petronell-Carnuntum


Das Heidentor ist ein spätantikes Siegesdenkmal aus dem 4. Jahrhundert n. Chr. in der niederösterreichischen Marktgemeinde Petronell-Carnuntum und steht in unmittelbarer Nähe des römischen Carnuntum, eines bedeutenden Legionslagers am Limes Pannonicus und Hauptstadt der Provinz Oberpannonien. Obwohl zu zwei Dritteln zerstört, hinterlässt die Ruine bei ihren Besuchern auch heute noch einen imposanten Eindruck und hat besser als alle anderen Bauwerke der antiken Stadt die Zeiten überdauert. Zwischen den Jahren 1998 und 2001 wurde das Denkmal aufwändig untersucht und anschließend nach den neuesten wissenschaftlichen Methoden von Grund auf restauriert und konserviert. Das Heidentor ist heute eines der bekanntesten Monumente am pannonischen Limes und Symbol des römischen Österreich. Historischer Kontext und Funktion des Bauwerkes konnten lange nicht geklärt werden. Frühere Deutungsversuche als Stadt- oder eine Art Straßentor, das eine Kreuzung überspannte, oder als Grabmonument und Ehrenbogen zur Erinnerung an eine historisch bedeutsame Zusammenkunft römischer Kaiser im Jahre 308 n. Chr. (auch der ungarische Wissenschaftler Sándor Soproni hielt es für ein Denkmal „von unbedingt kultischem und symbolischem Charakter“) mussten wieder verworfen werden. Die Fundamentblöcke des nordöstlichen und des nordwestlichen Pfeilers maßen 6 × 6 m, ihre Tiefe betrug 2,30–2,40 m. Sie bestanden in den untersten Schichten aus einer Lage trocken verlegter Bruchsteine, die ein rechteckiges Fundamentbett bildeten. Darüber lag eine vermörtelte Schicht aus weiteren Bruchsteinlagen. Derselbe Fundamentaufbau wird auch für das östliche Pfeilerpaar angenommen. Das aufgehende Mauerwerk der Pfeiler ist heute noch 13,4 bzw. 14,8 m hoch und bestand aus einem Gussmauerkern (Opus Caementicum), der mit Quadersteinen oder Ziegelmauerwerk verschalt war. Der Gussmauerblock des Nordost-Pfeilers war im Wesentlichen aus großen und mittleren Bruchsteinen zusammengesetzt, der des Südost-Pfeilers aus Ziegeln. Bis auf die Höhe der Bogenscheitel bestand die Verschalung aus bearbeiteten Quadern. Die Breite dieser Verschalung nimmt nach oben hin ständig ab. Bei der unteren Quaderlage, der sogenannten Euthynerie, die den gesamten Pfeilerquerschnitt umfasste, setzte sich die äußere Verschalung in Höhe der Bögen nur aus einer Reihe von Quadern zusammen. Die äußeren und inneren Quader dieser Lagen wurden mit schwalbenschwanzförmigen Eisenklammern oder durch tiefe Einbindungen an die Außenquader befestigt. Die Durchgangsbreite des Bogens beträgt 5,8 m. Text: wikipedia.org


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  • Niederösterreich 3D - Carnuntum - Heidentor
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