Der Gnadenstuhl an der Hauptstraße in Himberg zählt zu den bemerkenswerten sakralen Kleindenkmälern der Marktgemeinde. Der historische Figurenbildstock wurde vermutlich um das Jahr 1600 von der Familie Teufel errichtet und ist ein wertvolles Zeugnis der religiösen Volkskunst vergangener Jahrhunderte.
Auf einem steinernen Pfeiler erhebt sich eine Darstellung der Heiligen Dreifaltigkeit, der sogenannte Gnadenstuhl. Dieses traditionelle christliche Bildmotiv zeigt Gottvater, der den gekreuzigten Christus hält, während der Heilige Geist durch eine Taube symbolisiert wird. Die Darstellung steht für den göttlichen Beistand, die Erlösung und den christlichen Glauben.
Die am Denkmal überlieferten Jahreszahlen 1677, 1708 und 1723 weisen auf verschiedene Phasen seiner Geschichte hin. Als denkmalgeschütztes Zeugnis frühneuzeitlicher Frömmigkeit erinnert der Gnadenstuhl bis heute an die religiösen Traditionen und das kulturelle Erbe Himbergs.