Die Auferstehungssäule auf dem Leonhardiberg in Perchtoldsdorf ist ein bedeutendes barockes Denkmal und erinnert an die frühere Wallfahrtstradition des Ortes. Die auch als Heilandssäule bekannte Anlage wurde im Jahr 1734 errichtet und geht auf eine Stiftung des Perchtoldsdorfer Bürgers und Wiener Ratsherrn Johannes Sebastian Deyl zurück. Sie war Teil einer historischen Via Sacra, die von Perchtoldsdorf hinauf zur damaligen Wallfahrtskirche am Leonhardiberg führte. Entlang dieses Pilgerwegs befanden sich mehrere religiöse Stationen und Bildwerke, von denen die Auferstehungssäule eines der wenigen erhalten gebliebenen Zeugnisse darstellt.

Die rund acht Meter hohe Säule zeigt eine reich gestaltete barocke Komposition. Auf einem dreiseitigen Stufenpostament stehen die Figuren der Heiligen Maria, Martha und Maria Magdalena. Darüber erhebt sich eine Säule mit Wolkenaufbau und einem Sarkophag, an dessen Spitze die Statue des auferstandenen Christus dargestellt ist. Die gesamte Gestaltung symbolisiert die Auferstehung Jesu Christi und verweist auf zentrale Inhalte des christlichen Glaubens.

Nachdem die Wallfahrtskirche im Zuge der josephinischen Reformen im späten 18. Jahrhundert geschlossen und später abgetragen worden war, blieb die Auferstehungssäule als Erinnerungszeichen an die einstige religiöse Bedeutung des Leonhardibergs bestehen. Im Jahr 2015 wurde das stark verwitterte Denkmal umfassend restauriert. Dafür trug man die Säule ab, restaurierte die einzelnen Elemente und stellte sie anschließend auf dem nahegelegenen Plateau „Luisenruhe“ wieder auf. Die feierliche Neusegnung erfolgte 2016.

Objektfotos
Niederösterreich 3D - Perchtoldsdorf - Auferstehungssäule
Niederösterreich 3D - Perchtoldsdorf - Auferstehungssäule

Standort



Mehr aus dem Bezirk Mödling: